Arbeitsmarkt in Stormarn: Wo Licht ist, ist auch Schatten

 

Bad Oldesloe. 20. Januar 2019 (ud)  "Wir freuen uns, dass die Arbeitslosigkeit in Stormarn rückläufig ist. Um so bitterer müssen aber die 5.754 Menschen, die keine Erwerbsarbeit gefunden, ihr Schicksel empfinden," erklärt die Kreisvorsitzende des Sozialverband (SoVD) Stormarn, Irmtraut Sarau, zur aktuellen Arbeitsmarktlage im Kreis.

 

Leider sei nicht "alles Gold was glänzt". Rund ein Drittel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe nur einen Teilzeitarbeitsplatz und viele Stellen seien nur befristet. Außerdem seien unter den Erwerbstätigen viele Mini-Jobber. "Teilzeitarbeit und Minijobs treffen überwiegend Frauen. Der Kinderschutzbund Stormarn weist darauf hin, dass bei uns über 7.000 Kinder von Armut betroffen sind. Das zeigt, die gute Arbeitsmarktlage beseitigt nicht automatisch die Armut im Kreisgebiet", so Sarau. "Kinderarmut ist im reichen Kreis Stormarn ein trauriges Kapitel."

 

Auf ein anderes Problem weist der stellvertretende SoVD Kreisvorsitzende Helmut Uder hin. "Teilzeitarbeit bedeutet am Ende des Arbeitslebens Teilzeitrente und Mini-Job heißt Mini-Rente. Die Erwerbstätigenzahl sieht aktuell zahlenmäßig gut aus, aber das finanzielle Risiko niedriger Gehälter wird in die Zukunft verlagert. Renten an der Armutsgrenze müssen dann von der Gesellschaft aufgestockt werden. So subventioniert die Gesellschaft nachträglich die Unternehmen, die niedrige Gehälter zahlen." Gerade in Zeiten guter Konjunktur, von personellen Engpässen in bestimmten Berufen müsse mehr Aufmerksamkeit auf die Qualität der Arbeit gelegt werden. "Wir können beispielsweise nicht von einem Mangel an dringend benötigten Pflegekräften sprechen, wenn wir diese Berufe gesellschaftlich nicht aufwerten und besser bezahlen", so der stellvertretende SoVD Kreisvorsitzende.


Nachfrage nach Beratung weiter auf hohem Niveau             

 

Bad Oldesloe 16. Januar 2019.(ud) Der Kreisverband Stormarn des Sozialverbands (SoVD) verzeichnet weiterhin eine hohe Nachfrage nach sozialrechtlicher Beratung. Die Bilanz 2018 weist nach Auskunft der Kreisgechäftsführerin Deetje Köhler mit über 1.500 Ratsuchenden weiterhin ein hohes Niveau auf. Dabei erstritten die Jurisstinnen und Sozialberaterinnen des SoVD Stormarn über 453.000 € an Nachzahlungen und über 40.000 € an monatlich laufenden Zahlungen für die Mitglieder.                                      

 

Irmtraut Sarau, die ehrenamtliche Kreisvorsitzende des SoVD Stormarn, findet es "beschämend, dass Sozialversicherungsträger den Versicherten erst Leistungen verweigern und wenn dann der SoVD tätig wird, wird die Leistung doch gewährt. Die Menschen, die sich nicht mit Hilfe des SoVD gegen Bescheide wehren, gehen leer aus. Spekulieren diese Sozialversicherungsträger damit, um Ausgaben zu sparen?" fragt  Irmtraut Sarau kritisch.                                      

 

Die Gewährung sozialer Leistungen wird für viele Menschen immer komplizierter. Wer kann sich schon in den zwölf Sozialgesetzbüchern auskennen. "Die Undurchschaubarkeit soziale Gesetze für die Bürger/innen, die Verweigerung von Leistungen durch die Sozialverwaltungen - das wirkt wie Programm, um für den SoVD mehr Mitglieder zu gewinnen", erklärt Sarau. Der Kreisverband Stormarn zählte am 2. Januar 2019 insgesamt 8.294 Mitglieder in 30 Ortsverbänden.                                      

 

Der Mitgliederzuwachs sei ein Ausdruck dafür, dass sich die Menschen allein hilflos der Sozialbürokratie ausgeliefert fühlten, dass sie sich vor der Unsicherheit, was es noch alles an sozialer Ungerechtigkeit geben werde, sorgten und deshalb einen Verband suchen, der ihnen Beistand gibt.     


Verabschiedung langjähriger Ortsverbandsvorsitzender

 

Jersbek. 16. August 2018. (ud) Das kam gut an. Der Geschäftsführende SoVD Kreisvorstand Stormarn lud die Ortsverbandsvorsitzenden, die nach langjähriger Vorstandstätigkeit dieses Jahr aus dem Amt ausschieden, zu einem Abschiedsessen in den "Fasanenhof" nach Jersbek ein. Die Kreisvorsitzende Irmtraut Sarau dankte ihnen für ihr langes ehrenamtliche Engagement in den Ortsverbänden. Die Ehrenamtlichen in den  Ortsverbänden seien das Rückgrat des SoVD. Ohne ihre Arbeit wäre der SoVD nicht zu einer so starken Organisation geworden.


Ute Rehders gibt Amt der SoVD Frauenvertreterin ab

 

 

Bargteheide (ud). Ute Rehders aus Glinde, die viele Jahre erfolgreich die Funktion als Frauenvertreterin im SoVD Kreisvorstand Stormarn ausübte, kandidierte in der 28. Kreisverbandstagung nicht wieder. In ihrer Abschiedsrede gab sie den 92 anwesenden Delegierten mit auf den Weg, dass "Frauen im SoVD eine Macht sind. Ohne Frauen geht nichts. Sie stellen zwar die Mehrheit der Mitglieder, aber in Führungspositionen auf Ortsebene sind sie noch unterrepräsentiert". Dies müsse sich ändern, sagte Ute Rehders.

Sie sprach sich dafür aus, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Ehrenamt dringend zu verbessern.


Winni Wickler und Dr. Klingner.
Winni Wickler und Dr. Klingner.

Ehrung für W. Wickler

 

Bargteheide (ud). Dem langjährigen Ortsverbandsvorsitzenden von Tangstedt und langjährigen Kreisvorsitzenden Winni Wickler wurde in der SoVD Kreisverbandstagung in Bargteheide eine große Ehre zuteil. Für seine herausragenden Verdienste um die Verbesserung der sozialen Situation für die Menschen wurde er vom Landesvorsitzenden des Paritätischen - ein Zusammenschluss aller sozialer Verbände -, dem ehemaligen Justitminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Klaus Klingner, mit dem goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Auch der anwesende Landrat Dr. Henning Görtz gratulierte Winni Wickler.

 

 

 


SoVD Stormarn wählt neuen Kreisvorstand

Kritik am Jobcenter

 

 

Bad Oldesloe. Der SoVD Kreisverband Stormarn, der aktuell 8.200 Mitglieder vertritt, wählt in der Kreisverbandstagung am 26.Mai 2018 in Bargteheide einen neuen Kreisvorstand. Die Kreisvorsitzende Irmtraut Sarau aus Jersbek stellt sich ebenso zur Wiederwahl wie der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Uder aus Reinbek. Neu als stellvertretende Kreisvorsitzende kandidieren Jörg Wischermann aus Reinbek und Andreas Guhr aus Bad Oldesloe. Schatzmeister Peter Fiting stellt sich den 98 Delegierten der Ortsverbände erneut zur Wahl. Der SoVD erwartet als Gäste Landrat Dr. Henning Görtz, von der Arbeiterwohlfahrt Karin Hans, vom Paritätischen Dr. Klaus Klingner und vom DGB Stormarn Andreas Guhr. Ein Grußwort wird der stellvertretende SoVD Landesvorsitzende Uwe-Dieter May aus Schleswig sprechen.

 

Rückblickend auf die vergangenen vier Jahre stellt die Kreisvorsitzende Irmtraut Sarau fest, dass "das soziale Klima in Deutschland kälter geworden ist. Die Altersarmut nimmt zu. Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich wird größer und die Menschen müssen verstärkt um ihre sozialen Recht kämpfen."

 

"Der Sozialverband versteht sich als Kämpfer für die sozialen Rechte der Versicherten," betont der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Uder. "Die hauptberuflichen Juristinnen des Kreisverband haben viel zu tun. Rund 1.600 Ratsuchende pro Jahr, die Probleme mit der Renten- und Krankenversicherung, mit dem Jobcenter oder dem Landesamt für Soziale Dienste haben, suchen die Sprechstunden auf. Unsere Juristinnen genießen auf Grund ihrer kompetenten sozialrechtlichen Beratung hohes Ansehen in der Mitgliedschaft."

 

Im Durchschnitt der vergangenen vier Jahr hat der SoVD Stormarn, zu dem auch Bergedorf, Kirchwerder und Curslack-Neuengamme gehören, pro Jahr 381.000 Euro an Nachzahlungen und 54.000 Euro an monatlich laufenden Zahlungen erstritten.

 

Die Kreisgeschäftsführerinnen Deetje Köhler und Konstanze Bliß weisen daraufhin, dass die "teilweise nicht nachvollziehbaren Behördenentscheidungen sowie die mitunter fehlende Bereitschaft der Behördenmitarbeiter zur Kooperation, was insbesondere für das Jobcenter gilt, zur steigenden Arbeitsbelastung beim SoVD führen. Die ständigen Wechsel in der Zuständigkeit bei andauernden Behördenumstrukturierungen und die fehlende telefonische Erreichbarkeit der Behördenmitarbeiter sind nicht hilfreich", kritisieren die SoVD Juristinnen.

 

Der SoVD Stormarn zählte am 1. Januar 2014 7.353 Mitglieder; zum 1. Januar 2018 waren es 8.009 und zum 1. Mai 2018 bereits 8.200. Größter Ortsverband ist Bad Oldesloe mit 1.136 Mitglieder, an zweiter Stelle folgt dann Ahrensburg mit 874 Mitgliedern.

 

 


Geschäftsbericht 2014-2018

2017 war für den Sozialverband ein wichtiges Datum:

Am 23. Mai 1917 – also vor 100 Jahren – wurde er als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten in Berlin gegründet. Das war die Reaktion auf die vielen Kriegsbeschädigungen mit ihren negativen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die betroffenen Menschen. Von Anfang an kämpfte der „Reichsbund“ für eine soziale und solidarische Gesetzgebung und setzte sich für eine Politik des Friedens ein. Im Kreis Stormarn feierten viele Ortsverbände ihr 70jähriges Gründungsjubiläum nach dem Zweiten Weltkrieg. 

 

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