Ute Rehders gibt Amt der SoVD Frauenvertreterin ab

 

 

Bargteheide (ud). Ute Rehders aus Glinde, die viele Jahre erfolgreich die Funktion als Frauenvertreterin im SoVD Kreisvorstand Stormarn ausübte, kandidierte in der 28. Kreisverbandstagung nicht wieder. In ihrer Abschiedsrede gab sie den 92 anwesenden Delegierten mit auf den Weg, dass "Frauen im SoVD eine Macht sind. Ohne Frauen geht nichts. Sie stellen zwar die Mehrheit der Mitglieder, aber in Führungspositionen auf Ortsebene sind sie noch unterrepräsentiert". Dies müsse sich ändern, sagte Ute Rehders.

Sie sprach sich dafür aus, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder Ehrenamt dringend zu verbessern.


Winni Wickler und Dr. Klingner.
Winni Wickler und Dr. Klingner.

Ehrung für W. Wickler

 

Bargteheide (ud). Dem langjährigen Ortsverbandsvorsitzenden von Tangstedt und langjährigen Kreisvorsitzenden Winni Wickler wurde in der SoVD Kreisverbandstagung in Bargteheide eine große Ehre zuteil. Für seine herausragenden Verdienste um die Verbesserung der sozialen Situation für die Menschen wurde er vom Landesvorsitzenden des Paritätischen - ein Zusammenschluss aller sozialer Verbände -, dem ehemaligen Justitminister des Landes Schleswig-Holstein, Dr. Klaus Klingner, mit dem goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Auch der anwesende Landrat Dr. Henning Görtz gratulierte Winni Wickler.

 

 

 


SoVD Stormarn wählt neuen Kreisvorstand

Kritik am Jobcenter

 

 

Bad Oldesloe. Der SoVD Kreisverband Stormarn, der aktuell 8.200 Mitglieder vertritt, wählt in der Kreisverbandstagung am 26.Mai 2018 in Bargteheide einen neuen Kreisvorstand. Die Kreisvorsitzende Irmtraut Sarau aus Jersbek stellt sich ebenso zur Wiederwahl wie der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Uder aus Reinbek. Neu als stellvertretende Kreisvorsitzende kandidieren Jörg Wischermann aus Reinbek und Andreas Guhr aus Bad Oldesloe. Schatzmeister Peter Fiting stellt sich den 98 Delegierten der Ortsverbände erneut zur Wahl. Der SoVD erwartet als Gäste Landrat Dr. Henning Görtz, von der Arbeiterwohlfahrt Karin Hans, vom Paritätischen Dr. Klaus Klingner und vom DGB Stormarn Andreas Guhr. Ein Grußwort wird der stellvertretende SoVD Landesvorsitzende Uwe-Dieter May aus Schleswig sprechen.

 

Rückblickend auf die vergangenen vier Jahre stellt die Kreisvorsitzende Irmtraut Sarau fest, dass "das soziale Klima in Deutschland kälter geworden ist. Die Altersarmut nimmt zu. Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich wird größer und die Menschen müssen verstärkt um ihre sozialen Recht kämpfen."

 

"Der Sozialverband versteht sich als Kämpfer für die sozialen Rechte der Versicherten," betont der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Uder. "Die hauptberuflichen Juristinnen des Kreisverband haben viel zu tun. Rund 1.600 Ratsuchende pro Jahr, die Probleme mit der Renten- und Krankenversicherung, mit dem Jobcenter oder dem Landesamt für Soziale Dienste haben, suchen die Sprechstunden auf. Unsere Juristinnen genießen auf Grund ihrer kompetenten sozialrechtlichen Beratung hohes Ansehen in der Mitgliedschaft."

 

Im Durchschnitt der vergangenen vier Jahr hat der SoVD Stormarn, zu dem auch Bergedorf, Kirchwerder und Curslack-Neuengamme gehören, pro Jahr 381.000 Euro an Nachzahlungen und 54.000 Euro an monatlich laufenden Zahlungen erstritten.

 

Die Kreisgeschäftsführerinnen Deetje Köhler und Konstanze Bliß weisen daraufhin, dass die "teilweise nicht nachvollziehbaren Behördenentscheidungen sowie die mitunter fehlende Bereitschaft der Behördenmitarbeiter zur Kooperation, was insbesondere für das Jobcenter gilt, zur steigenden Arbeitsbelastung beim SoVD führen. Die ständigen Wechsel in der Zuständigkeit bei andauernden Behördenumstrukturierungen und die fehlende telefonische Erreichbarkeit der Behördenmitarbeiter sind nicht hilfreich", kritisieren die SoVD Juristinnen.

 

Der SoVD Stormarn zählte am 1. Januar 2014 7.353 Mitglieder; zum 1. Januar 2018 waren es 8.009 und zum 1. Mai 2018 bereits 8.200. Größter Ortsverband ist Bad Oldesloe mit 1.136 Mitglieder, an zweiter Stelle folgt dann Ahrensburg mit 874 Mitgliedern.

 

 


Geschäftsbericht 2014-2018

2017 war für den Sozialverband ein wichtiges Datum:

Am 23. Mai 1917 – also vor 100 Jahren – wurde er als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten in Berlin gegründet. Das war die Reaktion auf die vielen Kriegsbeschädigungen mit ihren negativen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die betroffenen Menschen. Von Anfang an kämpfte der „Reichsbund“ für eine soziale und solidarische Gesetzgebung und setzte sich für eine Politik des Friedens ein. Im Kreis Stormarn feierten viele Ortsverbände ihr 70jähriges Gründungsjubiläum nach dem Zweiten Weltkrieg. 

 

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